Schlechte Gedichte für die Welt!

Weil es zu wenig schlechte Gedichte auf dieser Welt gibt, hier ein neues:

Gedichte brauchen

Untertitel

Ja, eine saub‘re Spüle
macht, dass ich mich gut fühle.
Denn ist sie voller Dreck,
lauf ich ganz schnell weg.
Und sehe ich die Wand,
wünsch ich mich an‘n Strand.
Und seh ich dann den Topf,
da explodiert mein Kopf

Und ich find das immer noch besser als 90% der Gedichte, die die Braunschweiger Zeitung wochenends als „Leser dichten“ abdruckt!

was soll das?

Diese neumodernen Heizungen sind der größte Scheiß! Die kennen die Außentemperatur und ermitteln dadurch, wie viel warmes Wasser sie herstellen wollen. Damit zwingen sie mich dazu, eine Innentemperatur von 16 Grad zu akzeptieren, weil sie einfach kein warmes Wasser in meinen Heizkörper pumpen! Warum ermitteln die nicht die bekackte Innentemperatur in meinem Zimmer, wo nämlich (da Nordseite) keine Sonne reinknallt… Scheißidee… Als ob ich nicht selbst entscheiden könnte, wann ich heizen möchte!

Wozu Überschriften?

Eigentlich könnte ich auch mal wieder was schreiben,
aber wozu?
Wenn das mit dem Studium nichts wird,
werd ich halt Künstler
oder Busfahrer
oder so.
Schlechte Lyrik war schon immer mein Ding
aber wozu?

Was es so alles gibt…

Bei der Polizei in Jena-Lobeda heißt das übrigens „Eger“. Begründung: „Das N-Wort darf man ja nicht mehr sagen.“ So viel dazu.

Papst in Erfurt und Gedanken dazu.

„Es ist wahr, es ist wahr, dass der Papst zwar die Pille nicht nimmt, aber trotzdem keine Kinder kriegt.“

Unser aller Lieblingspapst, wir alle (denn: Wir sind Papst! (Bild)), der Stellvertreter Gottes (dem entsprechend müsste der gläubige (d.h. überzeugte, weil man ja über den Glauben erhoben ist, ihn überwunden hat) Atheist auch an den Papst nicht glauben, wenn schon sein Vorsitzender (Gott) nicht existiert)…. ER kommt nach Thüringen (v.a. Erfurt)!! Juppidu. 2 Tage lang beglückt er dieses vom Schicksal verlassene, von allen ausgebeutete Land ohne Prominente (Rainald Grebe) mit seiner Anwesenheit.

Nun kann die Nicht-Katholikin sich natürlich dafür entscheiden, den Papst mit der eigenen Abwesenheit zu beglücken. Oder man ihn mit seiner eigenen Anwesenheit ärgern. Das geht so: http://papst.abschaffen.com.

Und heute in der Jenaer Umsonstzeitung Oskar am Freitag war heute auch eine Kolumne, in der die Autoren einem kleinen Mädchen vom Weltkirchentag, das ein Plakat trug mit der Aufschrift Nie wieder Krieg!, erklären wollte, dass das, was früher und heute (und morgen) die Kirche war und ist (und sein wird), nichts mit dem friedlichen Gedankengut Jesu zu tun gehabt habe (was in der Bibel an Homophobie, Sexismus, Antisemitismus und Schwachsinn überhaupt steht, darf man natürlich nicht vergessen!)… Sie hat also eine erstens sehr gut geschriebene und zweitens leider viel zu selten (an solchen bürgerlichen Stellen) gehörte oder gelesene Kritik geäußert, die den Glauben an sich nicht ablehnt. Das wiederum ich – als Atheist, der weiß, dass auch der Un-Glauben (A-Theismus) ein Glauben (Theismus) ist – auch furchtbar wichtig finde! Wenn wir der Kirche Intoleranz vorwerfen, dürfen wir nicht selbst intolerant sein gegenüber dem Glauben. Er war etwas, woran sich früher sehr viele Menschen festhalten konnten; auch heute noch, nur heute legt die atheistische Grundströmung solchen Menschen häufig noch größere Steinen in den Weg… Manche Menschen brauchen halt und gerade, wenn man verlassen wurde oder der Mann, auf den man steht, einfach nichts von einem wissen will, weil er eigentlich stockhetero ist, dann ist Halt dich an deiner Liebe fest (ja, ich weiß, Rio Reiser war kritisch gläubig!) nicht das, was man hören will. Warum dann nicht Gott, der einen liebt (vielleicht ist Rios Liebe ja auch Gottes Liebe oder eine säkularisierte Gottes Liebe; Ton Steine Scherben und Rio Reiser kann man als Gesamtkonzept sowieso theologisch-politisch-germanistisch-historisch mal auseinandernehmen)?

Also: Schafft den Papst ab, bringt die Menschen zur Vernunft, aber lasst ihnen ihren freien (!) Glauben!

Du glaubst nicht, dass es einen Gott gibt? Was glaubst du stattdessen? – Ich glaube, dass es keinen Gott gibt! … Und schon sind wir wieder beim „Ich glaube“. Das atheistische Glaubensbekenntnis.

(Ich bitte um Entschuldigung für den Schreibstil und die inhaltliche Verworrenheit, es liegt wohl am Käsekuchen…)